3 Tage Kurzurlaub in London

Bin heute Mittag erst wiedergekommen, aber ich schreib mal besser direkt ein Bericht, bevor ich die Hälfte vergesse (Hab eh schon die Hälfte vergessen^^). 
Jedenfalls bin ich mit Jojo vom 10.8 – 13.8 via Ryanair 1€ Flug von Bremen nach London gedüst. Für die Übernachtung haben wir uns das St.Christophers Inn in Hammersmith ausgesucht. Preislich für 15€ pro Nacht in einem 8 Bett Zimmer eine der günstigsten Übernachtungsmöglichkeiten in London. Jedoch war dies wirklich keine heruntergekommene Hütte, sondern ein recht ordentliches Hostel mit einem Pub inbegriffen. Saubere Zimmer, sowie annehmbare Toiletten und Duschen. Da hab ich schon schlimmeres gesehen. Als Willkommensgeschenk gab es zudem noch ein 3 Pfund Gutschein für das anliegende Pub. Sehr optimal ist zudem die Lage, denn direkt neben dem Hostel ist die Hammersmith Station die ganze 3 U-Bahnlinien bedient. So viel erst mal zur Unterkunft…

Da die Sehenswürdigkeiten in London recht teuer sind, haben wir uns im Vorfeld direkt das Big Ticket für 54 Pfund geleistet. Im Ticket inbegriffen ist der Zugang zu Madame Tussauds, London Eye, London Dungeon und Sealife Aquarium. Für den ersten Tag haben wir uns Madame Tussauds vorgenommen, da wir eh das Big Ticket am dortigen Schalter abholen mussten. Sehr vorteilhaft ist, dass man als Internetbesteller einen eigenen Eingang hat und somit in den Genuss des Priority Access kommt. Bei Madame Tussauds konnten wir daher direkt ohne Warteschlange eintreten. Madame Tussauds ist sicherlich eine der bekanntesten Attraktionen und es lesen sich sehr unterschiedliche Bewertungen im Internet. Es war dort zwar voll, aber noch nicht zu voll, so dass man noch locker mal Fotos mit den ausgestellten Figuren machen konnte. Wenn es extrem voll ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es nicht so toll ist, denn von den Figuren wird man dann nicht viel sehen. Das Tussauds ist in verschiedene Bereich eingeteilt, von Musik, Film über Historische Figuren bis zu den wichtigen Leadern ;)). Die Figuren sind teilweise extremst gut gemacht. Desöfteren sieht man erst auf den zweiten Blick die Figuren, da sie zwischen den echten Menschen teilweise nicht auffallen. Andere Figuren dagegen sind dann wieder sehr schlecht gemacht und man erkennt nicht mal welche prominente Person dies nun darstellen soll. Sehr gut war, dass man zu jeder Figur gehen konnte und sich direkt daneben stellen konnte. Nur bei der Queen Familie und Michael Jackson war eine Warteschleife aufgebaut und es wurden professionelle Fotos geschossen, die zum Schnäppchenpreis von ca 10 Pfund vertickt wurden. Dennoch wurde das anscheinend wie blöd in Anspruch genommen.
Madame Tussauds hat mir sehr gut gefallen, schon sehr spaßig mit den Figuren lustige Bilder zu machen 🙂 Dennoch reicht ein “Pflichtbesuch” aus. Ein zweiter Besuch würde sich erst lohnen, wenn es viele neue Figuren gibt. Ohne das Big Ticket hätte der Besuch 25 Pfund gekostet, da hätte ich mir das sicherlich schon überlegt, ob es sich überhaupt lohnt.
Samuel L Jackson und Tapi  MrT und Tapi

Nachdem Besuch haben wir direkt ein Wetherspoon Pub gefunden, aber dazu schreib ich später nochmal was :). Für den zweiten Tag haben wir uns das London Dungeon ausgesucht. Die Attraktion führt einen ein wenig durch die gruselige Vergangenheit von London in Bezug auf Folter, Mord usw. Direkt vor dem Dungeon standen schon sehr viele Schauspieler, die Passanten erschreckt haben. Glücklicherweise hatten wir auch hier Priority Access, selbst diese Schlange war recht lang, so dass es eine Wartezeit von ca 20-30 Minuten gab. Jedoch war die normale Warteschlange bestimmt über 100 Meter lang und dort ging es kaum vorwärts. Im Dungeon wurde ein obligatorisches 10 Pfund Foto gemacht, welches man am Ende kaufen konnte… naja, muss man nicht machen. In das Dungeon ging es danach immer in Gruppen zu ca 20 Leuten. Nach einem sehr lustigen Spiegelkabinett wurde man dann in verschiedene Räume geleitet, in denen Schauspieler etwas über Foltermethoden oder z.b. Jack the Ripper “erzählt” haben. In einem Raum musste ich noch auf einen Folterstuhl und mir wurde ins Gehirn gebohrt und meine Hand abgehackt^^. Man hat sich zwar nicht extremst erschreckt, aber die Atmosphäre war einfach genial und die Schauspieler waren richtig gut. Neben einer kurzen Wildwasserbahn gab es zum Abschluss noch die Exekution in Form eines Freefall Towers :).
Mein persönlicher Favorit ist auf jeden Fall das London Dungeon, würde direkt nochmal reingehen. Als Alternative gibt es noch die London Tombs, die direkt gegenüber zu finden sind. Je nach Tageszeit liegt hier der Preis bei 18 – 30 Pfund. Würd jedoch sagen, dass sich die Investition absolut lohnt.
London Dungeon London Dungeon 2

Am Abend des zweiten Tages hat Jojo das Pearl jam Konzert im Shepards Bush Empire besucht, während ich mich im Shepards Bush Green, sowie in der Bar “Walkabout” einigen Alkoholischen Getränken gewidmet habe. Eine Wetherspoon Bar hab ich in Shepards Bush leider spontan nicht gefunden :). War aber sehr chillig bei feinstem Wetter im Park zu sitzen.

Für den letzten Tag wurde dann London Eye und London Sealife Aquarium ins Auge gefasst, da beides direkt nebeneinander steht und somit gut zu erreichen ist. Das Sealife Aquarium war für mich die große Enttäuschung. Erst einmal war es absolut überfüllt mit Kindern und Müttern, die mit Kinderwagen ganze Straßensperren aufstellten. Zudem war die Vielfalt an Auqarien sehr stark begrenzt. Teilweise lief man einfach nur auf mehreren Etagen an den gleichen Aquarien vorbei. Zudem gab es nur ein einziges größeres Aquarium mit Haien. Selbst der Zoo in Emmen hat einen größeren Aquarium Bereich. Für eine so angepriesene Attraktion in London also eher peinlich. Der Preis von 16 Pfund ist zwar nicht so hoch, aber für das Gebotene dennoch viel zu teuer. Glücklicherweise mussten wir wieder durch Priority Access keine Wartezeit in Kauf nehmen. Trotzdem hätte ich lieber das Filmmuseum Movieum direkt daneben besucht, aber leider war dies nicht im Big Ticket inbegriffen.
Sealife Aquarium Fisch Schildkröten

Nach diesem Besuch ging es weiter zum London Eye. Hier galt leider kein Priority Access. Dies hätte man mit 10 Pfund Aufpreis erreichen können. Also musste wir uns erst in die normale Schlange an der Kasse anstellen und unser Big Ticket gegen ein normales Ticket eintauschen. Danach gab es dann einen kurzen 4D Film über London Eye im Merlin Theater. Ich war sehr begeistert, denn neben dem 3D Effekt durch die 3D Brillen wurden zusätzliche Effekte wie Nebel, Schnee und Lichteffekte im Theater erzeugt, die passend zum Film starteten. War zwar sehr kurz, aber nu muss ich unbedingt einen richtigen 3D Film sehen. Am besten mit diesen 4D Effekten. Listigerweise wurde diese 4D Theater wohl genau am 12. August eröffnet, Glück gehabt :). Nach dem Film stellten wir uns dann in die Reihe für das London Eye. Auch wenn die Warteschlange recht lang war, so ging es doch recht fix voran, da in jede Kabine 25 Leute Platz finden. Am Eingang wurden mir noch meine 4 Guinness Dosen abgenommen, die ich aber glücklicherweise wiederbekommen habe. Die etwa 30 Minütige Fahrt oder Flight(wie es dort genannt wird), war schon sehr beindruckend. In 135m Höhe kann man wirklich ganz London überblicken, zudem sitzt man nicht oft in einem Riesenrad, was diese Höhe erreicht *g*. Leider trat zu diesem Zeitpunkt leichter Nieselregen ein, so dass die Sicht nicht ganz so optimal war, aber spaßig war es trotzdem.
Der Preis von 17 Pfund für ein normales Ticket ist für eine Riesenradfahrt sehr viel, aber anders kommt man sicherlich nicht an die Möglichkeit London von oben zu beobachten. Wer genug Geld hat kann auch ein Fast Lane ticket für 27 Pfund kaufen, dann gibt es keine Wartezeit.
Lonon Eye Big Ben vom Lonon Eye

Da wir mit dem Big Ticket so viel Geld gespart haben, hat es sich sehr gelohnt, einzig das Aquarium hätte ich gegen etwas Anderes getauscht. Aber dies war leider nicht möglich.

London an sich war absolut geil, die Stadt hat mir mal richtig gut gefallen. Würde da auf jeden Fall nochmal hinfahren, sobald Ryanair wieder so eine Aktion anbietet. Obwohl London als teuerste Stadt Europas gilt, fand ich die Preise überhaupt nicht hoch. Man musste sich halt nur ein wenig umschauen, und nicht gleich an der teuersten Ecke gegenüber vom Big Ben einkaufen :).

Selbst Kneipenpreise waren noch sehr human. Ich bin bestimmt Jojo die ganzen 3 Tage auf den Sack gegangen, um zu einem Wetherspoon zu gelangen. Am Ersten Tag sind wir abends extra nochmal zur Westminster Station gefahren, weil dort eines war. Dummerweise war ein Wetherspoon keine 50 Meter vom Hostel entfernt, zudem mit den besten Preisen, die wir in London gesehen haben. Dort haben wir auch direkt ein Traditional Breakfast gefrühstückt, sowie im Anschluss Guinness mit Jägermeister. Vom Barkeeper kam nur der Kommentar “Breakfast in a Glass” *G*. Die Preise dort waren aber der Oberhammer. Für 1,29 Pfund gab es einen Jägermeister, 1,39 ne Flasche Becks, 2,49 Pfund ein Pint Guinness. Dafür kann ich mich in Deutschland nicht in einer Kneipe betrinken. In normalen Kneipen variierte der Preis für ein Pint bei etwa 3 – 3,60 Pfund. Im Tesco Metro haben wir für 4 Dosen Guinness 3,78 Pfund berapt. Also auch noch komplett im Rahmen. Kann man zwar nicht mit Preisen in Budapest vergleichen, aber dafür ist man in einer absolut geilen Stadt und muss nicht komplett seine Ersparnisse aufbrauchen.

Der riesen Kritikpunkt kam aber vom letzten Tag… Da wir schon um 3 Uhr morgens mit dem Bus zum Flughafen fahren mussten, haben wir kein Hostelzimmer mehr gebucht. Angedacht war bis 3 Uhr in einer Kneipe zu verbringen und dann los. Leider haben alle Kneipen direkt an der Victoria Station um 12 Uhr alles dicht gemacht. Ein kleiner Supermarkt hatten durchgehend geöffnet, durfte aber Nachts kein Alkohol mehr verkaufen. Ich wär beinahe vom Glauben abgefallen. Was zum Teufel machen die Leute nach 12 Uhr in London???

Somit würd ich sagen, London ist eine absolut geniale Stadt, aber nur bis 12 Uhr *G*

Wo geht es demnächst hin?

btw: Fotos werde ich die nächsten Tage hochladen, muss die noch bearbeiten und sortieren.

(Längster Beitrag ever… 1626 Wörter, was hier Floß?)

5 Responses to 3 Tage Kurzurlaub in London

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  2. christine sagt:

    bökbök…london gilt als einer der teuersten städte auch wegen den mietpreisen..d.a kannst du für n schäbbiges wg zimmer das halbwegs nahe am zentrum is ma 800e pro monat auf n tisch legen…außerdem, wetherspoons is zwar cool weil das so billige preise hat, aber in england auch verrufen, weil die wahnsinnige viele kleine pubs in den ruin getrieben haben weil die mit den billigpreisen von wetherspoons nich mithalten konnten….und niedlich, dass ihr überrascht wart dass alles so früh zu macht 🙂

    so, genug gemosert….glaub ich bin nur neidisch weil ich hier im scheiß bournemouth rumsitz mit der dreckigen masterarbeit…will auch in urlaub 🙂

    war auch ma im madame tussauds und hab auch fotos…mit jon bon jovi ,hihi…mein held

  3. andreas sagt:

    argh, ich bin neidisch 🙂 klingt sehr geil!

  4. Tapi sagt:

    jaa, aber wenn man die Wahl hat für 2,50 Pfund n Guinness oder 3,60, dann sind einem die kleinen Pubs gerade egal *g*

  5. claudio sagt:

    gibt es die london dungeon führung auch in deutsch…?

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